Lowa Schuhe kaufen 2026
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Lowa fertigt seit 1923 Bergschuhe im oberbayerischen Jetzendorf, rund 40 Kilometer nördlich von München. Ein großer Teil der Produktion läuft bis heute in Europa – die Zwiegenäht-Modelle entstehen im Stammwerk, weitere Werke stehen in der Slowakei und in Italien.
Im Sortiment finden Sie leichte Wanderhalbschuhe wie den Levante GTX, den mehrfach überarbeiteten Renegade III GTX, robuste Trekkingstiefel wie den Trident II GTX sowie Sicherheitsschuhe der Klasse S3 und Kindermodelle wie den Rufus III GTX.
499 Produkte
Vom Handwerksbetrieb zum Bergschuh-Spezialisten
Lorenz Wagner gründete das Unternehmen 1923 in Jetzendorf – der Markenname setzt sich aus den ersten Buchstaben seines Namens zusammen. Die Firma blieb dem Standort treu und beschäftigt dort heute mehrere Hundert Mitarbeitende. Seit 1993 gehört Lowa zur italienischen Tecnica Group, die Produktentwicklung ist jedoch in Bayern geblieben.
Bekannt wurde die Marke mit dem Renegade, der 1997 auf den Markt kam. Der Schuh gilt als einer der meistverkauften Wanderstiefel Europas und wird in der dritten Generation weiterhin gebaut – erkennbar am Nubukleder-Obermaterial, der Monowrap-Rahmenkonstruktion aus Kunststoff und der Vibram-Sohle. Diese Beständigkeit ist typisch: Lowa entwickelt Modelle über Jahrzehnte weiter, statt sie jede Saison neu zu erfinden.
Materialien und Konstruktion
Ein Großteil der Modelle nutzt eine GORE-TEX-Membran, gekennzeichnet durch das Kürzel GTX. Sie hält Wasser ab und lässt Feuchtigkeit von innen entweichen – wichtig auf mehrstündigen Touren. Als Obermaterial kommen je nach Modell Nubuk- und Spaltleder oder Mesh-Textilien zum Einsatz. Der Gorgon GTX zum Beispiel setzt auf kräftiges Leder, der Innox Work GTX Lo S3 auf ein leichteres Materialgemisch mit Zehenschutzkappe und durchtrittsicherer Sohle.
Ein Detail, das viele Käufer unterschätzt: Lowa entwickelt Damenmodelle auf einem eigenen Leisten. Die mit dem Zusatz Ws gekennzeichneten Schuhe – etwa Levante GTX Qc Ws oder Renegade III GTX Lo Ws – haben eine schmalere Ferse, einen niedrigeren Schaftrand und einen anders positionierten Fußgewölbestütz. Wer bislang mit Druckstellen an der Ferse zu kämpfen hatte, sollte das ausprobieren.
Welches Modell für welchen Einsatz
Für Feld- und Waldwege sowie Tagestouren im Mittelgebirge reichen Halbschuhe wie der Levante GTX. Wer schwere Rucksäcke trägt oder im alpinen Gelände unterwegs ist, greift zum knöchelhohen Trident II GTX mit steiferer Sohle und besserer Kantenstabilität. Der Rufus III GTX Hi ist die Kindervariante mit weicherem Schaft und Klettverschluss. Für die Arbeit auf dem Bau oder in der Werkstatt gibt es die Work-Linie nach EN ISO 20345 S3.
Kauf und Pflege
Lowa-Schuhe kosten je nach Modell etwa 120 bis 300 Euro. Der höhere Preis rechnet sich über die Nutzungsdauer: Zahlreiche Modelle sind neu besohlbar, das Werk in Jetzendorf nimmt Reparaturen an. Bei Ledermodellen empfiehlt sich nach jeder größeren Tour eine Reinigung mit Wasser und Bürste, danach ein Imprägnierspray – Fett und Wachs können die Atmungsaktivität der Membran einschränken. Beim Anprobieren gilt: Nachmittags messen, wenn die Füße etwas breiter sind, und die Socken mitbringen, die Sie später tragen. Rund eine Fingerbreite Platz vor den Zehen verhindert Anstoßen beim Abstieg.



